Leitstelle der Feuerwehr Leverkusen

Leitstelle der Berufsfeuerwehr-Leverkusen



Die Stadt Leverkusen unterhält eine ständig besetzte integrierte Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst. Diese befindet sich im Gebäude der Feuer- und Rettungswache Süd an der Stixchesstr. 162 in 51377 Leverkusen Manfort. Von hier aus werden zur Zeit etwa 24.000 Einsätze jährlich abgewickelt. Davon entfallen
ca. 10 - 15% auf die Abwicklung von Hilfeersuchen aus dem Bereich „Abwehrender Brandschutz“ und „Technische Hilfeleistung“.

Der Schwerpunkt liegt im Rettungsdienst. Hier ganz besonders in der Planung und Disposition von Krankentransporten.

Personal:

Die Leitstelle wird durch speziell für ihre Aufgaben geschultes Personal betrieben. Dazu werden jeweils vier FM (SB, mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst) aus den diensthabenden Wachabteilungen in der Leitstelle und auf dem Einsatzleitwagen (ELW1-B) im 24-Stunden Dienst eingesetzt. Jede der 3 Wachabteilungen verfügt über eine entsprechende Anzahl von Leitstellenbeamten. Insgesamt stehen für diese Aufgabe 20 Mitarbeiter zur Verfügung.
Über die Qualifikation zum LtS-Sachbearbeiter hinaus verfügen diese über aktuelle Erfahrungen im Einsatzdienst. Im Falle eines Großschadensereignisses – Bedarf an zusätzlich, geeignetem LtS-Personal - ermöglicht ein automatisches Wähl- und Ansagesystem die schnelle Verfügbarkeit dienstfreier Kräfte.
Die Leitstelle ist Führungsmittel der (LUKAS Leitungs- und Koordinierungsgruppe außergewöhnliche Schadensereignisse) Leitung und Koordination zur Bekämpfung von Großschadensereignissen. Innerhalb dieser Aufgabe ist das Tagesgeschäft parallel abzuwickeln.
Die Leitstellen-Koordinaton innerhalb der Einsatzabwicklung ab bestimmter Größenordnung oder Schwierigkeit wird vom diensthabenden A-Dienst (gehobener oder höherer feuerwehrtechnischer Dienst) übernommen. Die Einsatzplanung und LtS-organisation werden von einem FM (SB, gehobener feuerwehrtechnischer Dienst) durchgeführt. Dieser ist gleichzeitig Systemverantwortlicher des Leitsystems.
Zur Systembetreuung und Datenpflege des Einsatzleitsystems stehen  insgesamt 8 Systembetreuer zur Verfügung. Diese wurden zum Teil durch den Softwareentwickler oder den Systemverantwortlichen ausgebildet.


Leitstelle der Berufsfeuerwehr-LeverkusenLeitstelle der Berufsfeuerwehr-Leverkusen











Leitsystem:

Jede Tätigkeit der Feuerwehr und des Rettungsdienstes ist mit dem Faktor Zeit eng verknüpft.
Die Zeitspanne vom Eintritt eines Schadenereignisses über die Wahrnehmung bis hin zu einer Meldung über den Notruf 112, ist von der Feuerwehr nicht beeinflußbar. Dagegen wird die Zeitspanne vom  Eintreffen des Notrufs bis zum alarmieren und ausrücken qualifizierter Einsatzkräfte durch das Leitsystem optimiert.

Die Leitstelle ist am 7. Januar 1997 als technische Neuerrichtung in bestehende Räume der Feuerwache Süd in Betrieb genommen worden. Bis dahin verfügte die Feuerwehr über kein Leitsystem. Zur Verfügung stehen heute vier gleichberechtigte Einsatzleitplätze, deren räumliche Anordnung nach den ergonomischen Grundsätzen für Bildschirmarbeitsplätze konzipiert ist. Gleichbedeutend für die Anordnung, wurden die Erfordernisse nach „nonverbaler Kommunikation“ und der Minimierung der gegenseitigen Störeinflüsse Rechnung getragen. Somit wurden die Leitplätze bewußt nicht in Reihe hintereinander angeordnet. Dies bringt zu viele Störeinflüsse mit sich. Eine maximal weit auseinander, aber gegenüber in Sichtkontakt liegende Anordnung hat sich bewährt.

Wiederkehrende Abläufe sind in speziell auf die Alarmsituation zugeschnittene Szenarien (Schaltung von Wachalarm, Licht an, Maschinen aus, Öffnen der Einsatzmitteltore, des Hoftors und der Ampelsteuerung der angrenzenden Hauptverkehrsader zum behinderungsfreien Abmarsch der Einsatzmittel) programmiert worden und laufen im Hintergrund ab. Somit ist die Handlungsfreiheit für die Entgegennahme weiterer Notrufe bei paralleler Abwicklung bereits eingeleiteter Maßnahmen gegeben.
Keine Fundquelle für Informationen ist inaktiv, d.h. sie ist immer mit einer operativen Schnittstelle verbunden. Fundstellen für Informationen werden nicht per Zufall vom Dispatcher aufgerufen, sondern ein im Hintergrund ablaufender Prozeß macht auf ein gemäß der Einsatzsituation zugeschnittenen Maßnahmenkatalog aufmerksam. Ziel ist die gesteuerte Aktion der LtS-Mitarbeiter – im Gegensatz zur Reaktion auf Anforderung. Dabei wird jede Aktion vom System eigenständig im Einsatzprotokoll dokumentiert. Keine Kommunikationsschnittstelle wird manuell durch Eingabe von Wählnummern etc. bedient. Hier bleibt nur noch der Mausklick. Jedes Ereignis erfährt somit eine maximale Unterstützung der Einsatzabwicklung. Selbst zur Unterstützung der Einsatzleitung vor Ort werden Maßnahmen auf aktive Rückfrage (Lageabhängigkeit) abgewickelt. Vereinbarungen über zeitgerechte Informationsweiterleitung an vordefinierte Ansprechpartner wie Bezirksregierung, Polizei etc. unterliegen u.a. einer Zeitüberwachung im Leitsystem und werden im Bedarfsfall von diesem zeitrichtig angefordert.

Das Leitsystem „elbos“ der CCI „Competence-Center-Informatik“ - heute „CKS112“  „CKS“ ist in der aktuellen Releaseversion R5.5.5 in Betrieb. Hierbei handelt es sich um ein den besonderen Anforderungen dieser Stadt gerecht werdendes Leitsystem. Dazu wurden spezielle Softwarelösungen konzipiert und konsequent umgesetzt. Diese haben sich nun eine geraume Zeit bewährt und sind mittlerweile in die Standardpalette der Software für dieses Einsatzleitsystem bundesweit verbreitet. Systemausfälle innerhalb des Leitsystems gehören zu den seltenen Ereignissen. Das hier installierte System ist als sehr stabil zu bewerten. Nach vier Jahren Betrieb steht allerdings ein hardwaretechnisches Update an.

Zu den speziell für Leverkusen entwickelten Features gehören das Führen von Warnfahrzeugen im mobilen Warnsystem, Lagekartenführung bei Gasalarm, Maßnahmenkataloge zu jeder Einsatzsituation für die parallele Abwicklung in mehreren Jobs und die Krankentransporteinsatzplanung. Für das Führen von Warnfahrzeugen im mobilen Warnsystem wurde ein speziell den zeitkritischen Anforderungen gerecht werdendes Zusatzmodul entwickelt. Dieses führt Einsatzmittel mit der festeingebauten Ausstattung „Warnfahrzeug“ unter besonderen Bedingungen. Hier werden durch eine Art „Georouting“, unnötige Anfahrtswege bis zum Beginnpunkt der Beschallungsstrecken minimiert. Dies entspricht in etwa einer speziell für den Ausgangspunkt (Endekoordinate des in Warnung befindlichen Warnbezirkes) definierten Ortsfolge. Die Mehrfachbeauftragung einzelner Beschallungsfahrzeuge innerhalb des gleichen Einsatzes mit verschiedenen Beschallungsstrecken wird in sogenannten Warnlisten geführt. Dies bedeutet unter anderem eine Protokollierung aller Warnaufträge bei Beibehaltung der üblichen Statusgaben über FMS (Funkmeldesystem). Eine parallel gestartete Funktion macht alle erforderlichen Faxdokumente zur endgültigen Fertigstellung verfügbar. Die Inhalte werden der Einsatzdokumentation mit den ausgewählten Kommunikationsdaten zugeführt.

Lagekartenführung.
Das GIS (Geo-Informations-System) des Leitrechners wurde mit einem, den Vereinbarungen mit der Chemischen Industrie in Leverkusen gerecht werdenden, System zur speziellen Erfassung von Vorabmeldungen erweitert. Dort findet eine vereinbarte schematisierte Meldungsübermittlung zwischen den Werkfeuerwehren und der städtischen Leitstelle statt. Die relevanten Informationen werden sofort im GIS visualisiert. Dazu gehört zur Schnelleinschätzung möglich betroffener Gebiete die Datenübernahme von Ereignisort, Windrichtung und –geschwindigkeit um ein vereinfachtes, rechnerunaufwendiges Ausbreitungsmodell (Halpaap´sche Keule) aufzulegen. Über weitere Layer werden dann Warnbezirke, Warngruppen zur automatischen Anwahl und Warnung von Schulen, Kindergärten, Altenheimen und Krankenhäusern sowie Objekten in denen mit einer größeren Anzahl von Personen zu rechnen ist, aufgelegt. Das Kartenmaterial wird vereinbarungsgemäß sofort per Fax vom Bildschirm (snapshoot) an weitere mit der Abwicklung des Schadenereignisses betraute Organisationen z.B. Polizei und Nacbarleitstellen etc. geleitet. Dazu werden durch sogenannte Maßnahmenkataloge alle ereignisbezogenen Maßnahmen aus der Einsatzvorbereitung verfügbar gemacht. Hier werden dem Dispatcher lagebedingte, optionale, zwingende und zyklische Maßnahmen auch mit Zeitüberwachung auf dem Bildschirm abgelegt. Diese sind datenmäßig und technisch mit allen notwendigen Kommunikationsverbindungen versorgt. Selbst die Reihenfolge im Vertretungsfall eines Funktionsträgers ist hier noch ersichtlich. Jede Funktion die aus der Abwicklung im Maßnahmenkatalog initiiert wird, wird automatisch sekundengenau im Einsatzprotokoll mit Kürzel des Sachbearbeiters, Aufgabenbeschreibung und dem gewählten Kommunikationsweg dokumentiert. Vom Einsatzsachbearbeiter verlangt eine Textbox nur noch eine kurze Kommentierung des Inhaltes. Diese fließt ebenfalls chronologisch in die Dokumentation ein. Die Aufgaben sind je nach Gesamtumfang auf mehrere Jobs zur gleichzeitigen Bearbeitung ausgelegt.

Krankentransporteinsatzplanung.

Knappe Ressourcen und viele Aufträge bedürfen einer optimalen Vorplanung. Mit dem Modul KTEP wurde nach den Leverkusener Vorgaben ein grafisch unterstütztes Planungsmodell mit allen software-ergonomisch notwendigen Features entwickelt. Ziel ist es mit den wenigen Krankentransportwagen eine möglichst große Anzahl an Krankentransporten, zeitrichtig und zuverlässig abzuwickeln. Hierzu zählen selbstverständlich die Planungen nach dem Algorithmus der möglichen und günstigsten Anschlußfahrt. Patienten mit ihren Terminen sind m.E. gesagt als Zeitfracht zu betrachten. Erst durch die sofortige, terminliche Absprache der behandelnden Ärzte, Krankenhäuser, Dialysepraxen etc. mit der Leitstelle bei Behandlungsplanung bringt eine entsprechend hohe zuverlässige Lieferung. Aufgrund der Vergleiche von Planungsdaten mit den Realdaten der Einsatzabwicklung kann ein hoher Erreichungsgrad an Zuverlässigkeit erkannt werden. Sogar die erstmals vom Patienten oder anderen KT-anfordernden Stellen gewünschten Transportzeiten werden erfaßt. Hiermit wird wiederkehrend der tatsächliche Kräfteansatz (wieviel KTW sind zu welcher Zeit einsatzbereit verplanbar) mit dem idealen Kräfteansatz verglichen und im Zuge der Optimierung korrigiert. Heute im Zuge notwendiger Qualitätssicherung kein zufälliges Thema, sondern Verpflichtung und planerische Vorsorge. Auf diesem Wege sind ca. 80% de Krankentransporte (Zeit- und Einsatzfallressourcen) zu Dienstbeginn bekannt und finden eine sehr planungszeitnahe Abwicklung. Nur noch die verbleibenden  20 % der Fallzahlen stehen für eine kurzfristig Abwicklung an. Auch hier sind die verbleibenden Möglichkeiten klar für den Dispatcher erkennbar und vermittelbar. Allerdings ist hier eine wunschzeitgerechte Abwicklung nur noch selten vereinbar. Hier bedarf es künftig einer weiteren Unterstützung durch Georouting im Leitsystem und den abwickelnden KTWs, sowie grafischer Disposition im GIS. Dies sind Module die auf CKS112 aufbauend bereits realisiert sind. Für Leverkusen werden diese im Zuge der Weiterentwicklung geplant.

Personal-Pool für nicht festbesetzte Einsatzmittel. Nicht festbesetzte Einsatzmittel (Sonderfahrzeuge) werden mit einer wechselnden Anzahl aus verfügbaren FM (SB) Personal-Pool besetzt. Das System verwaltet die Personalressourcen parallel zum eingesetzten Einsatzmittel und weist ggf. auf Unterdeckung hin.

Warnung der Bevölkerung:

Im Falle einer notwendigen Warnung der Bevölkerung (Gefahrenabwehrmaßnahme bei der Freisetzung toxischer Gase) stehen der Leitstelle einige vorbereitete technische Möglichkeiten zur Verfügung.

    - mobiles Warnsystem (9 Warnfahrzeuge)
    - Sirenenwarnung, 2,5km breiter Sirenengürtel um die Bayer AG
    - Radio OnAir-Schaltung zum Lokalradiosender  „Radio Leverkusen“
    - automatisches Mehrfach- Wähl- und Ansagegerät zur Warnung bestimmter
      Objekte
    - Fw-Infotelefon mit 30 vordefinierten Texten zu Ereignis, Ort, Windrichtung
    - Fw-Infotelefon mit aktuell aufsprechbaren Texten

- MOBILES WARNSYSTEM MWS.
Die Warnfahrzeuge sind technisch für eine jederzeitige Beschallung ausgerüstet. Sie verfügen über CD-Abspielgeräte in denen CDs mit Warn- und Informationstexten aus einem mitgeführten Warnset abgespielt werden. Die Auswahl des Textes wird von der LtS vorgenommen. Warnfahrzeuge bewegen sich routinemäßig innerhalb der Stadt. Im Falle einer notwendigen Warnung werden diese über digitale, alphanumerische Meldeempfänger mit dem Warnauftrag alarmiert.

- SIRENEN.
Die Sirenen sind mit den Aufforderungssignalen „Rundfunk einschalten“ (WDR2), Entwarnung, Feuer- und Probealarm belegt. Die Auslösung ist identisch mit der Alarmierung von Einsatzmitteln aus dem Fahrzeugtableau und ist über digitale Alarmierung realisiert. Radio-Information oder Radio-Warntext werden parallel an die Sendeanstalten gefaxt.

- RADIO ON AIR.
Außerhalb - aber auch innerhalb der Dienstzeiten der Redaktionsmitarbeiter des Lokalradiosenders „Radio Leverkusen" kann über einen angewählten Zugang auf den Sender aufgesprochen werden.

- AMWA
Objekte in denen mit einer größeren Anzahl von Personen gerechnet werden muß, und in denen eine automatische telefonische Ansage ein Handeln im Sinne von zu ergreifenden Schutzmaßnahmen veranlassen kann, werden über ein automatisches Wähl- und Ansagegerät ge- und entwarnt.

- FW INFOTELEFON.
Ein im Rathaus stehendes, für die Information besorgter Bürger eingerichtetes und mit 20 Rufkanälen ausgestattetes Ansagegerät, wird mit vorgefertigten oder aktuell auf zu sprechenden Texten aktiviert.Fw-Infotelefon. Über die o.g. Rufnummer kann jederzeit aktuell Information über die Einsatztätigkeit der Feuerwehr eingeholt werden. Selbstverständlich wird diese nur bei bedeutenden Ereignissen mit aktueller Information besprochen. Unter anderem liegen 30 vorgefertigte Ansagen für den Fall der Freisetzung toxischer Gase im Speicher des Ansagegerätes. Diese werden je nach Ereignis, Ort und vorherrschender Windrichtung durch die Leitstelle ausgewählt und aktiviert.

- AMWA.
Die Leitstelle veranlaßt unmittelbar zu Einsatzbeginn, nach entsprechend bestätigender Rückmeldung der Einsatzleitung eine automatisierte Information der Pressemitglieder. Ziel ist eine gute Pressearbeit vor Ort zur Entlastung der Leitstelle. Je nach Bedeutung des Ereignisses werden die lokalen oder regionalen Pressestellen informiert.Vorgenannte Technik kommt auch im Auftrage der Polizei zu Einsatz.

- GEHÖRLOSENTELEFON.
Eine noch bestehende Möglichkeit zur Verbindungsaufnahme für Gehörlose ist das vorgenannte Telefon. Hier kann über eine reguläre alphanumerische Tastatur ein Textband versendet und empfangen werden. Diese Technik dürfte allerdings längst durch weitverbreitete und zu erschwinglichen Preisen erhaltbare Faxgeräte verdrängt sein. Zumindest belegen dies die Fallzahlen zu diesem Meldeweg. Eine Technik die sicher bei entgültigem Ausfall keiner Neuerung bedarf.

Weiterentwicklung:
Als laufende Projekte sind zur Zeit folgende Punkte in der Realisierung.Umrüstung der Notrufabfrageanlage von analog auf digital: Das Projekt umfaßt unter anderem die Kopplung des Notrufabfragesystems NORUMAT D an den Einsatzleitrechner CKS-112. Dort wird die Anrufinformation, Rufnummer und Adressinformation, zur Übernahme in die Einsatzerfassung geleitet.Eine technische Maßnahme die nicht zuletzt den böswilligen Alarmierungen Rechnung tragen dürfte. Eine Rufnummer- unterdrückung des Hilfeersuchenden ist beim Notruf immer inaktiv; d.h.- die Nummer wird in jedem Fall übertragen.

Serverersatz:
Vorgenanntes Projekt macht den Ersatz des Servers des Einsatzleitsystems unumgänglich. Kurzfristig sind auch die Workstations an den Einsatzleitplätzen durch leistungsfähigere aktuelle Gerätegeneration zu ersetzen. Hiermit einhergehend ist die Umstellung von 2 auf 3 Bildschirmdarstellungen  beabsichtigt. Umrüstung und Hardwareersatz des Multialarmgebers der Fa. „swissphone“ von der DOS zur WinNT –Version.

Notdienstpläne werden in einer für das Leitsystem lesbaren Syntax vom Notdienst verrichtenden Stellen per e-Mail verfügbar gemacht. Die Einbindung der gelieferten Datensätze zeigt jeweils zeitaktuell die Zuständigkeiten. Verknüpfungen zu operativen Datensätzen stellen die erforderliche Kommunikation zwischen den Notdiensten und der Leitstelle sicher. Unter anderem gehören zu den Notdiensten die Stützgruppe, die Tierärzte, Apotheken, die Fachbereiche Recht und Ordnung, Umweltschutz, Kanal- und Straßenunterhaltung, sowie einige Privatinstitutionen

Schnittstellen Leitsystem zur Peripherie:

  • Haustechnikrechner für Tor, Licht, Strom und Ampelsteuerungen;
  • Automatisches Wähl- und Ansagegerät der Fa. tetronik (6 kanalig abgehend)
  • Feuerwehrinfotelefon CAS 2000 von UHER atis
    (20 kanalig davon 1 Steuerleitung)
  • Audiodokumentation MDR 2000 von UHER atis (heute noch analog. In Kürze digitalisiert)
  • Notrufabfragesystem Norumat A alcatel (In Kürze Umrüstung auf Norumat D)
  • Wachalarm Philips
  • Swissphone MAG swissphone (heute DOS in Kürze WinNT)
  • Windmeßstation
  • TK-Anlage (meridian)

Statistik:
Die LtS stellt sekundengenaues Datenmaterial zur Erstellung von Feuerwehr- bzw. Rettungsdienstbedarfsplänen sowie zur Abrechnung kostenpflichtiger Einsätze zur Verfügung. Dieses kann aus dem Berichtswesen, der Einsatznachbearbeitung oder durch Systembetreuer mit wenigen Befehlen auf Betriebsystemebene verfügbar gemacht werden.

Y2K-Problem:
Vorbereitend auf den Jahrtausendwechsel sind eine Vielzahl an Maßnahmen abgewickelt worden, die die LtS betreffend aus dem Hard- und Software, sowie dem organisatorischen Bereich anstanden. Ein geringes softwaretechnisches Problem war trotz aller Sorgfältigkeit geblieben. Krankentransporte die aus 1999 vorgeplant waren, verhinderten in 2000 den Start des KTEP-Moduls. Ein Fehler der durch den Softwareentwickler sehr kurzfristig behoben werden konnte. Insbesondere dadurch, daß durch die Vielfalt der Anwender dieses Problem kurzfristig erkannt und zur Problembehebung gemeldet war. Die Auswirkungen blieben gering.Die Einsatz- abwicklung in Fallzahlen oder Schwierigkeit zum Jahrtausendwechsel blieb weit hinter den hochangesetzten Erwartungen zurück.

Besondere Problemen - Digitale Meldeempfänger:
Die eigeschränkten Möglichkeiten von BOSCH digitalen Meldeempfängern machten eine alarmverzögernde Softwarelösung erforderlich. Diese konnte mittlerweile durch den Ersatz vg. Meldeempfänger abgeschaltet werden.

Gewitter:
Ein Bauteil des MAG swissphone ist infolge eines Gewitters defekt ausgestiegen. Zum Ersatz ist Kurzfristig auf noch vorhandene analoge Meldeempfänger umgestellt worden. Der erneute Anlauf des Multialarmgebers ist infolge des Schadens bereits 2mal jeweils 24 Stunden nach der Reparatur erneut ausgestiegen. Erst die Verlegung einer Klimaabwärmeanlage der „D2 Mannesmann“ nach außerhalb des Technikraumes auf den Schlauchturm schaffte stabile Verhältnisse. Begleitend zum 1. Ausfall des MAG sind parallel im Abstand einiger Stunden zwei dort installierte Funkgeräte (HF-Teile) durch Überwärmung ausgestiegen.

Text: Herr Tscherney BF Leverkusen